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Kurs: Grundkurs Poi: Technik
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5 Pendel (Pendulums)

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5 Pendel (Pendulums)

5.1 Die Grundlagen des Pendels

Pendel sind die zweite fundamentale Bewegungsform von Poi. Sie erfordern weniger Kraftaufwand als Spinning, allerdings liegt darin auch die Herausforderung, die eingesetzte Kraft niedrig zu dosieren.

Das Paradox des Lockerlassens

  • Zu viel Kraft:

o   Pendel schwingt über die horizontale Linie

o   Seil verliert die Spannung

  • Ziel:

o   Entspannen und so viel Energie geben, wie nötig ist

o   Mit der Bewegung mitgehen, um Seilspannung aufrechtzuerhalten

Kernmerkmale des Pendels

·        Ständiger Wechsel: Bewegung, Gegenbewegung, Richtungswechsel

·        Zwei Endpunkte mit einem Moment der gefühlten Schwerelosigkeit

·        Vergleichbar mit einer Schaukel

5.2 Grundübungen

5.2.1 Das grundlegende Pendel

·        Beginne mit kleiner Pendelbewegung

·        Fokus: Maximale Entspannung und wenig Kraft

·        Spielen mit der Energie, die in die Bewegung gegeben wird

·        Wichtig: Nicht über die Horizontale schwingen, um die Seilspannung zu halten

5.2.2 Endpunkt-Fokus

Diese Übung schärft die Wahrnehmung für die entscheidenden Momente des Pendels: die Endpunkte. Das Ziel ist, diese Momente der gefühlten Schwerelosigkeit bewusst “in die Länge zu ziehen”. Dies ist eine kombinierte Übung aus Körpergefühl und Achtsamkeit.

  • Übung: Den Endpunkt spüren

o   Beginne eine stabile Pendelbewegung

o   Folge dem Poi mit deinem Blick und Kopf

o   Am Endpunkt: Spüre den Moment der Schwerelosigkeit

o   Lass deinen Arm vom Poi sanft mitziehen und “schweben”

o   Fokus: Die Phase(n) des Bremsens, des Stillstands und der Beschleunigung bewusst wahrnehmen

5.3 Bausteine anwenden

5.3.1 Flowers & weitere Formen

Mit Pendeln lassen sich eher keine Kreise mit den Armen zeichnen. Es soll vielmehr versucht werden, Linien oder andere Formen mit der Hand zu zeichnen und die Pendelbewegung dabei aufrechtzuerhalten.

  • Übung: Linien zeichnen

o   Start: Stabile Pendelbewegung

o   Bewegung der Hand auf einer horizontalen Linie (links nach rechts)

§  Langsame Bewegungen helfen

o   Der Poi behält seine Pendelbewegung bei, während sein Ankerpunkt wandert

o   Herausforderung: Eine vertikale Linie (hoch und runter)

§  Tipp: Eine Zick-Zack-Bewegung ist oft einfacher als eine gerade vertikale Linie

5.3.2 Spinning & Pendel

Pendel und Spins sind nahtlos miteinander verbunden. Ein Übergang zwischen den beiden Bewegungsformen ist jederzeit möglich und ein zentrales Element des Poi-Spiels.

  • Übung 1: Freier Wechsel

o   Aus einem Spin in ein Pendel übergehen

o   Aus dem Pendel zurück in einen Spin wechseln

o   Ein Gefühl für den Moment des Wechsel entwickeln

  • Übung 2: Richtungswechsel durch Pendel

o   Einen Spin in ein Pendel auslaufen lassen

o   Am Endpunkt die Bewegungsrichtung umkehren

o   Zurück in einen Spin in die neue Richtung starten

o   Dies ist die grundlegende Methode zum Ändern der Spinrichtung

  • Übung 3: Rhythmische Sequenz (die Schleife)

o   Beschreibung:

§  Pendel-Endpunkt

§  Ein Spin in eine Richtung

§  Anderer Endpunkt

§  Ein Spin in die andere Richtung

o   Hat 4 Zählzeiten

o   1: Pendel-Endpunkt | 2: Spin | 3: Anderer Endpunkt | 4: Spin

o   Beschreibt die Form einer Schleife

5.3.3 Extensions

Extensions vergrößern die Bewegung der Poi, indem der Arm aktiv mitgeführt wird. Es gibt zwei Bewegungen, welche kombiniert werden können.

1. Das tiefe, gestreckte Pendel

·        Den Arm strecken und den Poi mit dem Arm verlängern

·        Ist ähnlich zu der Extension beim Spinning

·        Arm schwingt locker mit

2. Das hohe Pendel

·        Arm macht einen hohen Bogen

·        Poi macht ein weites Pendulum unter dem Arm

3. Kombination: Ganze Armkreise mit Pendulums

·        Beide Teile zu einer fließenden Bewegung kombinieren

·        Der Arm zeichnet einen vollen Kreis in der Luft

·        Der Poi vollführt dabei je eine Pendelbewegung in der unteren und oberen Hälfte des Kreises

·        Die Endpunkte des Pendels sind der Übergang zwischen den beiden Hälften

5.3.4 Tanz

Der langsame, klare Rhythmus des Pendels ist eine ideale Grundlage, um den ganzen Körper in die Bewegung zu integrieren. Die Bewegung ist relativ langsam und daher leicht zu synchronisieren.

  • Körper-Synchronisation

o   Körperteile mit dem Pendel mitschwingen

o   Leicht in den Knien mitwippen

o   Mit dem Pendel zur Seite lehnen

o   Fortgeschritten: Bewegung entgegengesetzt zum Pendel vollführen

  • Übung: “Magische Verbindung”

o   Die freie Hand folgt dem Poi-Kopf in konstantem Abstand

o   Erzeugt eine visuelle Illusion

  • Übung: Gehen mit Pendeln

o   Pendel neben dem Körper in der “Wheelplane”

o   Schritte mit den Endpunkten machen

o   Beim normalen Gehen machen die Arme eine Pendelbewegung