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Kurs: Grundkurs Poi: Technik
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6.a Planes

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6 Planes

6.1 Die drei Grundebenen

Die Bewegung des Poi im Raum hat unendliche Möglichkeiten. Um diese zu strukturieren, stellen wir uns einen Würfel vor, der den Körper umgibt. Die sechs Seiten dieses Würfels definieren die drei grundlegenden Ebenen, in denen sich der Poi bewegen kann.

  • Der Würfel als Orientierung

o   Wall-Plane (Wandebene)

§  Die Ebene vor und hinter dem Körper

§  Vergleichbar mit den Wänden vor und hinter dir

o   Wheel-Plane (Radebene)

§  Die Ebene links und rechts des Körpers

§  Vergleichbar mit Rädern links und rechts von dir in einem Auto

o   Horizontal-Plane (Horizontalebene)

§  Die Ebene über und unter dem Körper

§  Vergleichbar mit Decke und Boden

  • Klare Ebenen erzeugen

o   Eine klare Ebene wird durch einen stabilen Handkreis definiert

o   Der Poi folgt der von der Hand vorgegebenen Ebene

6.2 Directions in den Ebenen

Jede der drei Grundebenen hat ihr eigenes, spezifisches Richtungspaar. Diese klare Zuordnung verhindert Verwechslungen.

  • Wheel-Plane: Vorwärts & Rückwärts

o   Analogie: Wie die Räder eines Fahrzeugs

o   Vorwärts: Entspricht dem Vorwärtsfahren

o   Rückwärts: Entspricht dem Rückwärtsfahren

  • Wall-Plane: Außen & Innen

o   Beschreibt die Drehrichtung relativ zur Körpermitte

o   Außen: An der Körpermitte bewegt sich der Poi nach oben und außen

o   Innen: An der Körpermitte bewegt sich der Poi nach unten und außen

o   Hinweis: Dieses Konzept wird durch eine visuelle Darstellung am klarsten

  • Horizontal-Plane: Links & Rechts

o   Analogie: Wie die Drehung des eigenen Körpers

o   Links: Entspricht einer Drehung des Körpers nach links

o   Rechts: Entspricht einer Drehung des Körpers nach rechts

6.3 Ebenenwechsel: Die Grundlagen

Der Wechsel zwischen den Ebenen ist eine fundamentale Fähigkeit, die Ebenen miteinander verbindet. Es gibt zwei grundlegende Methoden, um dies zu erreichen.

Methode 1: Wechsel durch Körperdrehung

·        Der Poi behält seine Position und Ebene im Raum

·        Die Drehung des Körpers ändert die Ebene in der sich der Poi relativ zum Körper befindet

·        Übung:

o   Einen Spin in der Wall-Plane starten (vorne)

o   Den Körper um 90 Grad drehen, sodass der Arm neben dem Körper landet

o   Der Spin läuft nun in der Wheel-Plane (an der Seite)

o   Zurück in die Ausgangsposition drehen

o   Alternativ: In die andere Richtung drehen → der Arm kreuzt den Körper und landet in der Wheel-Plane (auf der anderen Seite)

Methode 2: Planebending (“Biegen der Ebene”)

·        Planebending ist das graduelle Verändern der Ebene selbst

·        Man arbeitet gegen die “Trägheit” (Inertia) des Poi

·        Der Handkreis wird langsam und stetig in die neue Ebene geführt

·        Die Bewegung wandert durch viele “Zwischenebenen”

·        Planebending hilft dabei, Ebenen sauber zu halten

·        Übung:

o   Einen Spin in der Wall-Plane starten (vorne)

o   Die Hand langsam in kleinen Schritten nach oben führen

o   Bis die Bewegung in der Horizontal-Plane ankommt (oben)

o   Den Weg durch die Zwischenebenen bewusst spüren

o   Langsam zurück in die Wall-Plane führen

  • Übungssequenzen:

o   Von Vorne (Wall-Plane) starten:

§  Nach oben (Horizontal-Plane) & zurück

§  Nach unten (Horizontal-Plane) & zurück

§  Zur Seite der Spielhand (Wheel-Plane) & zurück

§  Zur gegenüberliegenden Seite (Wheel-Plane) & zurück

o   Von der Seite (Wheel-Plane) starten:

§  Nach hinten (Wall-Plane) & zurück

§  Nach oben (Horizontal-Plane) & zurück

§  Nach unten (Horizontal-Plane) & zurück

6.4 Ebenenwechsel mit dem Pendel

Pendel ermöglichen einen einfachen Wechsel zwischen den Ebenen. Der Wechsel erfolgt jeweils an den Endpunkten der Pendel.

Wechsel in der Wheel-Plane

·        Ausgangsposition: Ein Pendel in der Wheel-Plane auf der Seite der Spielhand

·        Übung 1: Handwechsel

o   Am höchsten Punkt des Pendels den Poi vor dem Körper an die andere Hand übergeben

o   Die Bewegung wird in der Wheel-Plane auf der anderen Körperseite fortgesetzt

  • Übung 2: Überkreuzen (Crossing)

o   Den Arm mit dem Pendel vor dem Körper auf die andere Seite führen

o   Die Bewegung wird in der Wheel-Plane auf der anderen Seite fortgesetzt

o   Der Arm ist am Ende überkreuzt

Wechsel in der Wall-Plane

·        Ausgangsposition: Ein Pendel in der Wall-Plane vor dem Körper

·        Übung: Front-Rück-Wechsel

o   Das Pendel zur Außenseite schwingen lassen

o   Am äußeren Endpunkt die Ebene nach hinten wechseln

o   Der Arm muss dabei hinter den Körper gestreckt werden

  • Übung: Kopfkreise (Fortgeschrittenes Pendel)

o   Ziel: Ein Ebenenwechsel von der vorderen zur hinteren Ebene über den Kopf

o   Ablauf:

§  Ein hohes Pendel vor dem Körper starten

§  Den Poi über den Kopf nach hinten führen

§  In einem hohen Pendel hinter dem Körper ankommen

§  Den Weg wieder zurück nach vorne führen

o   Achtung: Dabei kann man leicht in ein horizontales Spinning rund um den Kopf verfallen

Ebenenwechsel des Pendels durch Körperdrehung

Wie beim Spinning ist die einfachste Methode für einen Ebenenwechsel mit dem Pendel die Drehung des eigenen Körpers.

  • Grundprinzip

o   Das Pendel behält seine Ebene im Raum

o   Die Drehung des Körpers ändert die Ebene, in der sich der Poi relativ zum Körper befindet

  • Übung:

o   Ein Pendel in der Wall-Plane starten (vorne)

o   Den Körper um 90 Grad drehen

o   Das Pendel schwingt nun in der Wheel-Plane (seitlich)

o   Zurück in die Ausgangsposition drehen

o   Alternativ: In die andere Richtung drehen → der Arm kreuzt den Körper und kommt so in die Wheel-Plane

6.5 Drehungen mit dem Pendel

Diese Technik kombiniert einen Ebenenwechsel des Pendels mit einer Körperdrehung, um eine fließende 180-Grad-Wende zu erzeugen.

  • Übung: Schritt für Schritt

o   Start: Ein Pendel in der Wheel-Plane auf der Seite der Spielhand beginnen

o   Überkreuzen: Den Arm mit dem Pendel vor dem Körper auf die andere Seite führen (wie in 6.4, Übung 2)

o   Körperdrehung: Sobald der Arm gekreuzt ist, den Körper um 180 Grad in die Richtung drehen, in die das Pendel zeigt

o   Ergebnis: Die Drehung löst die Armkreuzung auf; man steht nun um 180 Grad gedreht und das Pendel schwingt mit dem Arm neben dem Körper

  • Die fließende Bewegung

o   Ziel ist es, das Überkreuzen und die Körperdrehung zu einer einzigen, nahtlosen Bewegung zu verschmelzen

o   Die Körperdrehung wird eingeleitet, während das Pendel seinen äußeren Punkt erreicht

o   So entsteht eine elegante und flüssige Wende

o   Die Drehung kann in beide Richtungen erfolgen und wird wahlweise am vorderen oder hinteren Endpunkt gestartet